Radarfallen Technik

Übersicht eingesetzer Radarfalle-technologie in den europäischen Ländern:

aktueller Stand: Januar 2010

 

Die Entwicklungsgeschichte und ein Kurzüberblick der Radarmesstechnik der Radarfallen:

X-Band Radar: 10,5 bis 10,55 GHz

Es stammt aus den 1950er Jahren. Das X-Band-Radar ist das einfachste Band, weil niedrigere Frequenz leicht zu erkennen ist. Je nach Terrain, Umgebungstemperatur und der Luftfeuchtigkeit, kann das X-Band-Radar aus einer Entfernung von 2 bis 6 Kilometer nachgewiesen werden, aber es kann nur genaue Messungen der Geschwindigkeit aus einer Entfernung von 1 / 2 Kilometer oder weniger ermtteln. Die Polizei ist nicht die einzige Quelle der X-Band-Signale. Garagentorantriebe, Mikrowelle Einbruchmelder und andere High-Tech-Geräte können einen Radarwarner dadurch zu Fehlalarm führen. Spezielle Soft- und Hardware Filter sowie redundante Probenahme werden verwendet, um diese “Fehlsignale” zu bekämpfen.

K-Band Radar: 24,05 bis 24,25 GHz

K-Band, die älteste Form der Polizei-Radare, machte sein Debüt im Jahr 1978. Die ersten K-Band Hand-Radar-Waffen konnten nur von einer stationären Position verwendet werden. Später wurde eine “Impuls”-Version eingeführt, um von einem stationären oder beweglichen Objekt verwendet werden zu können. Die K-Band-Radar-Wellen haben eine relativ kleine Wellenlänge und werde so leichter von Wassermolekülen in der Luft absorbiert.  In Polizei-Radar-Pistolen hat K-Band sich im Bereich von etwa halben Kilometer als wirksame Messmöglichkeit erwiesen. Je nach Gelände (um die Ecke, auf einem Hügel, etc.), können K-Band-Wellen aus einem Bereich von einem halben bis 3 Kilometer weit durch Radarwarner nachgewiesen werden .

K-Band Radar, als “Instant-On” Version (USA): Dies ist im Wesentlichen eine “Kill-Switch-Option”, die den Sender im “Standby”-Modus bereit hält, um erst aktiviert zu werden, wenn das Ziel innerhalb von 200-300 Meter Entfernung nah ist. Damit ist die Zeit, in dem der Radarwarner warnt, oft zu kurz. Wenn es verwendet wird, um die Fahrzeuge vor Ihnen zu messen, kann der Radarwarner eine Warnung rechtzeitig zur Verfügung stellen und Sie Ihre Geschwindigkeit rechtzeitig anpassen.

Ka und Ka Wide-Band: 34,2 bis 35,2 GHz

In 1987 hat die FCC diese Frequenz zugeteilt, um Sie für Polizei-Radar erstmals in USA zu verwenden. Inzwischen in Europa (und Deutschland) die häufigste Radarfrequenz. Mit der Einführung dieser Frequenz kam die automatische Beweisführung per Foto (auch als “Foto-cop” bekannt). Das Foto-cop-System arbeitet bei 34,3 GHz und kombiniert eine Ka-Band-Radar-Pistole mit einer automatischen Kamera. Nähert sich ein Fahrzeug  auf oder über einer vorgegebenen Geschwindigkeit, löst die Kamera aus. Das Foto zeigt die Vorderseite des Fahrzeugs, Kennzeichen, Fahrer-Gesicht, das Datum, Ort und die Zeit. Das Gerät konnte bis zu 200 Fahrzeuge pro Stunde aufnehmen. Angebliche Raser werden nicht gestoppt. Der Film wird verarbeitet und ein Strafzettel der Geldbuße auf den eingetragenen Eigentümer des Fahrzeugs per Post zugestellt.

Die  effektive Reichweite beträgt 120-300 Meter, und ein kontinuierliches Signal hilft dem Radarwarner, eine gute und frühzeitige Warnung zu geben. Die Entfernung, über die sie erkannt werden kann, schwankt je nach Radarwarner und ist abhängig von der Qualität und Empfindlichkeit. Bessere Radarwarner, wie zum Beispiel Genevo One S, können in der Regel diese Systeme auf Distanzen von halben bis 1 Kilometer erkennen.

Ka Super Wide-Band: 33,4 bis 36,0 GHz

Die Einführung der “Stalker” Radarpistole erhöhte die Erfolgsquote der Messung in USA. Im Gegensatz zu allen früheren Waffen – ist der “Stalker” für jede Frequenz in das Ka-Band zwischen 33,4 GHz bis 36,0 GHz zugelassen und kann daher nicht durch Detektoren nur für X, K, und Foto-Radar entwickelt, einfach erkannt werden. Als Reaktion darauf entwickelten Hersteller von Detektoren die “Super-Wide-Band”-Technologie. Dies ist jedoch heute nur in USA relevant. In Europa wird meist das Ka Narrow (Schmalband, also nur ein Teil der 34er Frequenz) verwendet. Üblich sind 34,0 sowie 34,4 GHz.

Ku-Band- Die Frequenz ist hier 13,45 GHz.

Wurde vor allem früher in Europa gern verwendet. Berlin war die letzte bekannte Stadt mit diesem Messystem bzw. Frequenz. Heute gibt es keine Ku Band Fallen in Deutschland mehr.

VG-2 und Spectre RDD

In vielen Staaten ist es illegal, einen Radarwarner zu nutzen, so auch in Deutschland (gem. StVo ist das mitführen eines betriebsbereiten Radarwarngerätes eine Ordnungswidrigkeit). Daher wurde für die Polizei ein “Radarwarner-Detektor” entwickelt, auch als RDD bezeichnet.

Diese Geräte werten Schwingungen aus, die durch die Empfänger vom Radarwarner emittiert werden, und die Polizei informieren, dass ein Radarwarner verwendet wird. Viele Hersteller haben nun Modelle, die speziell abgeschirmt sind, und die meisten dieser Emissionen eliminieren, oder werden automatisch heruntergefahren, wenn sie ein RDD System bemerken.

VG-2 ist eine häufige Art der RDD-Technologie, und funktioniert durch die Erkennung der Schwingungen auf einer einzigen Frequenz. Die meisten Radarwarner sind heute gebaut, um sich von der VG-2-Erkennung zu schützen, aber eine neuere Art der RDD-Technologie, wie Spectre, ist schwieriger zu umgehen. Dies liegt daran, dass Spectre auf mehreren Frequenzbändern arbeitet und mehr Emissionen aus einem Radarwarner bemerken kann. Es gibt aber auch hier Geräte auf dem Markt, die Schutz gegen Spectre bieten, wie zum Beispiel den Escort Redline EU.

Jedoch wird diese Radarwarner Ortungs Methode nicht in Deutschland verwendet und diese Geräte nicht zugelassen.

Laserwarner / Laserjammer

Laser-Messgeräte bestimmen Geschwindigkeit anders als Radar-Pistolen. Eine Reihe von Lichtimpulsen wird übertragen, und der Unterschied in der Zeit zwischen den Impulsen und Reflexionen wird verwendet, um die genaue Geschwindigkeit zu berechnen.

Dies alles geschieht sehr schnell (Lichtgeschwindigkeit). Ein einzelner Puls erfordert in der Regel nur ein paar Nanosekunden. Die Vorteile einer Laserpistole: Der Laser-Lichtstrahl ist viel schmaler als ein Radarstrahl, so dass genauere Lokalisierung eines bestimmten Fahrzeugs und die geringe Gesamtzeit für die Aufnahme einer Geschwindigkeit erforderlich ist -weniger als eine halbe Sekunde im Vergleich zu 2-3 Sekunden für Radar.

Die Nachteile: Laserpistolen sind bislang sehr teuer gewesen, und können nicht von einem sich bewegenden Fahrzeug oder hinter Glas verwendet werden, und für die Erfassung des Ziels erfordert es ein Stativ oder eine sehr ruhige Hand. Die Geschwindigkeit der Fahrzeuge kann in der Regel bei etwa 300m-1km Entfernung gemessen werden, auf die Entfernung ist der Laserstrahl über 3 Meter breit.

Reichweiten und Einflussfaktoren für Radarwarnung

Laut Studien ist ein erheblicher Verlust der Reichweite bei Radarwarnern zu verzeichnen, wenn Fahrzeuge  Windschutzscheiben mit metallischen Beschichtung oder Folie besitzen bzw. wenn Frontscheiben Heizungen verwendet werden.

In diesen Fahrzeugen ist der Verlust der Radarstrahlen Erfassung 90-99 Prozent!

Die Reichweite der Laserstrahlen Erfassung verliert bis zu 80% der Empfindlichkeit. Bei Folien kommt es auf die Färbung der Folie an – je dunkler die Farbe, umso mehr Verlust. Einige Farbton Filme enthalten eine metallische Schicht, und diese kann zusätzlich das Radar Nachweisvermögen um bis zu 37 Prozent senken.

Radarwarner mit GPS & POI Warnung

Jüngste Entwicklungen in der GPS-Technologie haben Radarwarner mit mehr Funktionalität als je zuvor ermächtigt.  Diese Geräte messen Geschwindigkeit, Position und Richtung bis auf wenige Meter. Darüber hinaus lassen sich Geschwindigkeitsabhängige Filter nutzen, die das Warnen noch effektiver machen. GPS Warner können auch Informationen zum Standort wichtige Punkte zum Streckenprofil speichern und auf der Landkarte markieren (POI), somit auch festinstallierte Blitzanlagen genau und effektiv anzeigen. Hier spielt die Qualität der Daten eine wesentliche Rolle.

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