High-End Radarwarner im Test – Genevo Assist vs. Stinger Radarwarner

Genevo Bedienknopf
Genevo Assist – Einbau Radarwarner

Am High-End Sektor geht es momentan heiß her. Stinger bringt den VIP, Genevo den Assist Plus.

Wer ist die neue Radarwarner Nummer 1? Und wer hat derzeit das beste Radarwarnsystem im Angebot? Wir konnten folgende Geräte der Hersteller testen. Stinger DSI, Stinger VIP, Genevo Assist und Assist Plus. Auch beim Einbau eines Stinger DSI und Genevo Assist Plus dabei. Da wollen wir auch mit unserem Testbericht beginnen.

Die Verpackung und erster Eindruck: Der Genevo Assist kommt in einer sehr anmutend wirkenden Box, alle Einbauteile sind sortiert aufzufinden. Beim Stinger hatten wir 7 kleine Schachteln in Händen. Ähnliches Design, beide in schwarz gehalten. Leider wird der Umwelt-Gedanke bei Stinger etwas vernachlässigt, da viele kleinen Boxen mehr Verpackungsmüll produzieren und nach dem Auspacken erst alles zurecht gelegt werden muss, was zunächst etwas Zeit kostet. Dieser Punkt soll aber nicht in unsere Wertung einfließen, wir machen ja keinen Öko-Test. Wir wollen herausfinden, wer wirklich die Nummer 1 unter den Radarwarnern ist und das beste Gesamtschutzpaket bietet.

Einbau der Radarwarner: Auch wenn die beiden Hersteller hier komplett andere Wege gehen, lassen sich beide Systeme sehr gut verbauen. Beim Stinger liegen die Vorzüge bei einer sehr kompakten Antenne und minimalistisch gefertigten Laserblockern in quadratischer Form oder als Parksensor in runder Version. Das hat aber nicht nur Vorteile, darüber mehr im Technik-Test. Was uns beim Einbau des Stinger Kopfschmerzen bereitet ist der Verbau des Displays.

Egal ob Stinger DSI oder Stinger VIP. Es gefällt uns einfach nicht, in ein neues Auto, so ein Display zu integieren. Es zertört schlichtweg die gesamte Optik der meist hochwertigen Fahrzeuge im Innenraum. Da bleibt nur mehr die Möglichkeit es zu verstecken, was einer optimalen Bedienung aber widerspricht: Leider sind auch die Komponenten zu groß für die meisten Ascher oder Klappfächer und somit teilweise einfach nicht mehr bedienbar ohne den Blick auf die Straße zu verlieren. Hier Punktet der Genevo Assist. Noch nie war es so einfach, die Bedieneinheit für einen Radarwarner zu integieren. Das Fahrzeug bleibt optisch so gut wie unangetastet. Auf Grund der Rechtslage in den meisten Ländern, geben wir hier dem Genevo Assist den absoluten Vorzug. Genevo 1:0 Stinger

 

Bedienbarkeit & Ergonomie: Wie schon beim Einbau angesprochen, fällt es schwer, den Stinger VIP und DSI zu bedienen, wenn das Display irgendwo im Fahrzeug versteckt verbaut ist. Das ändert auch die beeindruckende Optik des VIP Displays nicht. Beim Genevo Assist können wir uns voll und ganz auf das Geschehen der Straße widmen. Ein Knopfdruck genügt, dann hören wir der netten weiblichen Stimme zu und wechseln durch einfaches Loslassen der Taste die gewünschte Einstellung. Alle während der Fahrt relevanten Funktionen stehen hier, wie auch bei den Stinger Modellen zur Verfügung. Genevo 2:0 Stinger

Radar Technik: So schön die verbauten Stinger Komponenten auch sind, hier muss man leider Abstriche machen. Die Radarantenne des DSI kann leider nur Ka-Band 34,3. Damit sind steng genommen nicht alle für Europa benötigte Radarfrequenzen beim Stinger möglich. Sollte Sie einmal ein Land wie z.B.: Tschechien bereisen, werden Sie sich wundern, warum Sie keine Alarme erhalten. Dort wird beispielsweise nur auf Ka-Band 34,0 gemessen. Dies aber nur am Rande erwähnt. Angeblich kann der VIP das besser, leider hatten wir das Test-Fahrzeug nur sehr kurz und uns fehlte der praktische Beweis.

Für die Antennen des Genevo Assist und Assist Plus, welche von Beltronics in der Europaversion geliefert werden, war dies kein Problem. Beim Laser sieht es ähnlich aus. Die Sensoren des Stinger sind schön klein, aber die Leistung lässt teilweise zu wünschen übrig. 2-3 Stinger Blocker/Sensoren sind nötig, um an die Sendeleistung eines Antilaser-Sensors, wie sie der Genevo Assist verwendet, heran zu kommen. Anscheinend haben die Stinger Sensoren noch Probleme mit der Riegl FG21P und der Leivtec XV3. Auch die angebotenen Seiten-Laser gegen ESO3.0 konnten in der Praxis noch nicht überzeugen. Auch wenn der Antilaser etwas doppelt so groß ist, lässt er sich in Verbindung mit Perspex völlig unsichtbar montieren.

Fazit zur Technik: Hier beeindruckt das Konzept von Genevo, denn hier verwendet Genevo jeweils die Komponenten führender Hersteller und kann unabhängig diese Systemkomponenten in einem besseren Gesamtkonzept integrieren.  Genevo 3:0 Stinger

Praxistest: Alle Geräte lieferten in unserem Praxis-Test München-Salzburg-Wien und zurück sehr gute Ergebnisse. Auch die Vorwarnzeiten und die Aktualität der POI Datenbank war auf ähnlich hohem Niveau. Spitzenreiter war der Genevo Assist PLUS. Fehlalarme machten bei keinem Gerät Probleme. In dieser Kategorie für Deutschland und Österreich unentschieden. Genevo 4:1Stinger

Legal Betrieb und Fahrtenbuch: Beide Geräte sind in ihrer Funktion als Radarwarner in Deutschland und Österreich natürlich gesetzeswidrig, aber sie bieten auch die Umschaltung auf einen legalen Betrieb als Fahrtenbuch und Police Check. Bei Stinger ist das Fahrtenbuch perfekt und auch Finanzamt tauglich. Das hinkt bei Genevo noch. Hier kann der Kunde zwar die Daten auslesen, benötigt aber eigene Fahrtenbuch Software, um diese auszuwerten. Beim Genevo besser gelöst, ist die Funktionalität, das legale Gerät wieder „scharf“ zu machen. Beim Stinger benötigt man ein eigenes Lesegerät (bei Stinger Card Aufpreispflichtig) und die Desktop Software. Bei Genevo können sie das mit jedem x-beliebigen Rechner oder Notebook mit SD-Karten Slot machen, ohne ein Programm zu installieren.  1 Punkt für Stinger für das perfekte Fahrtenbuch, 1 Punkt für den Genevo Assist für das kinderleichte reaktivieren der Warnfunktionen. Genevo 5:2 Stinger

Preisgestaltung: Hier schenken sich beide Hersteller nichts. Die Top Systeme, beide mit Laserschutz liegen zwischen 2000-3500€. Wobei das Genevo System je nach Variante €100.- bis €300.- günstiger ist. So kostet beispielsweise der Genevo FF PLUS 2498€. Der Stinger VIP ab 2899€ (Beide Preise beziehen sich auf die Top Versionen inklusive Laserschutz). Ein Punkt für Genevo. Genevo 6:2 Stinger

Zukunftssicher: Beider Systeme und deren Komponenten sind via Firmware-Upgrade sicher für die nächsten Jahre. Die Hersteller versuchen dadurch, immer neue Messmethoden abzudecken, um den derzeit maximalen Schutz zu gewährleisten. Hier haben beide einen Punkt verdient. Genevo 7:3 Stinger

Gesamtwertung und Fazit: Das hätten wir nicht gedacht. Eigentlich hätten wir ein enges Kopf an Kopf Rennen erwartet. Doch mit einer Gesamtwertung von 7:3 für den Genevo Assist, ist für uns kein Zweifel mehr, wer momentan das beste High-End Komplettsystem für den deutschsprachigen Raum als Testsieger liefert. Genevo bietet zwar kein schönes Display, dafür perfekte Technik unsichtbar verbaut. Das hat uns überzeugt. Die Vorzüge des Stinger Displays können wohl eher in Ländern, in denen der Betrieb erlaubt ist, genutzt werden. Oder als Aufwertung für ältere oder einfach gestaltete Fahrzeuge.

Alle Infos findet man jeweils auf den Herstellerseiten: genevo.de bzw. stinger-deutschland.de (Stinger Deutschland Webseite zum Zeitpunkt der Berichtserstattung 4. Juli nicht aufrufbar)

Wir bedanken uns an dieser Stelle auch bei unseren 4 Testkandidaten, dass sie mitgeholfen und uns auch ihre Fahrzeuge zur Verfügung gestellt haben. Und bei Radarfriends.NET sowie Efficient-Technologies.at für das bereitstellen von Testgeräten und den Einblick bei der Montage in Kundenfahrzeugen. Ebenfalls freuen wir uns über Eure Bewertung unseres Reviews und wollen euch hiermit ermutigen, mit zu diskutieren..

Redaktion: Simon – Radarwarner-Test.de

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